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Vorsprung durch Technik

Vom Handwerker zum Künstler

Raufreinrausrunter oder Vorsprung durch Technik?
Was den gemeinen Rammler vom gefühlvollen Lover unterscheidet...

Ob aus einem Mann ein begnadeter Liebhaber wird oder doch nur ein bescheidener Rammler, bestimmen nicht seine Gene. Viel wichtiger ist die Bereitschaft, sich in die Feinheiten der Liebeskunst zu vertiefen und ein Gespür für die Wünsche und Begehrlichkeiten der Frauen zu entwickeln. Wenn du diese sieben Tipps beherzigst, wird sich dein Sexleben von heute auf jetzt einschneidend ändern. (Ausgenommen Sexprotze die das hier sowieso nicht nötig haben...)

Bei kaum einem anderen Thema ist die Diskrepanz zwischen Dichtung und Wahrheit so groß wie beim Sex. Wenn es um die eigenen Künste geht, haben es viele Männer schwer, bei der Wahrheit zu bleiben. Da wird übertrieben, ausgeschmückt und geschwindelt, dass es eine wahre Pracht ist! Und je länger man Geschichten über Dutzende von Liebhaberinnen, ausgedehnte Sexorgien und ein unendliches Stellungsrepertoire erzählt, desto glaubhafter erscheinen sie einem auch selber. Irgendwann ist man schließlich überzeugt: Mit Casanova hätte man es allemal aufnehmen können - der Kerl kann froh sein, dass er tot ist!

(Wer mehr über solche Geschichten lesen möchte, sollte sich meinen nächsten Artikel "Wenn Männer erzählen" ansehen - bald hier, auf Dreibeiner.de)

Umfragen bestätigen, dass sich bemerkenswerte 3/4 aller deutschen Männer als gute Liebhaber bezeichnen. Nun, wenn das so wäre gäbe es in diesem Lande ein paar Probleme weniger...Also, auch wenn du dich für einen Sexgott hälst und glaubst auf dem Gebiet könne dir niemand mehr etwas vormachen - lies dir diesen Artikel aufmerksam durch. Sieben Techniken, die jeder Mann bis zur Perfektion beherrschen sollte.....

Mündliche Prüfung
Am Anfang steht der Kuss... In beinahe allen Kulturen der Welt beginnt damit das Liebesspiel. Wer jetzt eine Anleitung mit Eintauchtiefe, Rotationswinkel und Saugstärke erwartet, den müssen wir leider enttäuschen. Die Zahl der Varianten für einen erotischen Kuss sind unendlich:
"Vom Streicheln der Lippen mit den Lippenspitzen, einem 'Effleurage' ausgehend durchläuft er die Skala der Berührungsintensität bis zum 'Maraichinage', wobei die Partner sich ihre Zungen gegenseitig so weit wie möglich in der Mundhöhle herumführen."
-> Theodor van de Velde: "Die vollkommene Ehe" ,1926

Dieses Buch ist zwar ein wenig älter, aber noch heute gilt: Ein erotischer Kuss entwickelt sich, er steigert sich, er macht Umwege, weicht aus, geht in die Tiefe und zieht sich wieder an die Oberfläche zurück - nur um wieder von vorne zu beginnen. Benutze deine Lippen, deine Zähne saug, bohre nach oder versteck dich. Völlig egal, wichtig ist, dass du darauf achtest, wie deine Partnerin reagiert. Wann lässt ihre Körperspannung nach? Wann drängt sie sich dir entgegen? Wann beißt sie zu? Wenn Frauen beklagen, dass ein Mann nicht küssen kann, meinen sie damit meist, dass er nicht lange genug küsst. Susan Crain Bakos schildert in ihrem Buch "Sex-Geheimnisse für den ultimativen Lust-Trip" ihre Erlebnisse mit einem 'Michael', Typ käuflich und gut, der vor dem Sex zwei Stunden lang küsste. Du verdienst dein Geld zwar bestimmt auf anständige Weise, doch der Preis der dir winkt, lohnt jede Anstrengung: Es gibt Frauen, die allein durch einen guten Kuss (ja, lange und zärtlich) zum Höhepunkt kommen - das solltest du dir nicht entgehen lassen!

Mit zarter Hand
Ja, manchmal wollen Frauen so richtig hart angepackt werden (ich weiß das wohl besser als die meisten meiner ehrenwerten Leserschaft ;-), doch das ist (leider) eher die Ausnahme - dafür gibt es jedoch nachvollziehbare biologische Gründe. Ein Mann braucht sich nur die geilste Szene seines Lebens vor dem inneren Auge wachzurufen und schon sprengt ihm die Kraft der Lust seine Hosenknöpfe weg. Bei Frauen baut sich die Erregung langsamer auf, manchmal seeeeehr viel langsamer - deswegen brauchen sie eine ausdauernde Stimulierung. (Ich finde das auch nicht brilliant, aber so ist es nunmal in dieser Welt!). Dabei ist es zum Glück ziemlich egal, wo du eine Frau streichelst. Betrachte ihren ganzen Körper als erogene Zone. Sie ist quasi ein Ganzkörperpenis....damit kannst du nicht falsch liegen. Gib deinem Entdeckerdrang nach: Streichel über jeden Zentimeter ihrer Haut, die zarten Haare in ihrem Nacken, die kleine Kuhle über ihren Pobacken - wichtig ist, dass du lange deine Finger von den Stellen lässt, die du kennst. Natürlich sind Brustwarzen und Klitoris (ich nehme an du weißt was das ist!) empfänglich für Streicheleinheiten - doch je später deine Finger zu diesen Stellen aufbrechen, desto größer der Reiz...
Und hör nach dem Eindringen bloß nicht auf, sie zu streicheln. Nach wissenschaftlichen Studien (wo ich die immer weghabe möchtet ihr gerne wissen, was?) kommen nur rund 30% aller Frauen alleine durch das rein und raus des Penis regelmäßig zum Orgasmus. Alle anderen brauchen zusätzlich Stimulation der Klitoris. Vermutlich mit der Hand, denn wenn du's wärend des Koitus schafft ihre Klit zu lecken, schreib mir und sag mir wie! Am besten du verwöhnst dieses Wahnsinnsorgan (Ich bin echt neidisch - Frauen haben ein Organ das einzig und alleine dafür da ist Lust zu empfinden....) mit indirektem Druck: sanfte kreisförmige oder vibrierende Bewegungen. Wichtigste Regel dabei: Deine Finger immer feucht halten oder sie wird dich verprügeln wie nie eine Frau zuvor....

"Bitte, nimm mich jetzt"
Du hörst diesen Satz ohne eine Frau auch nur an einer einzigen Stelle berührt zu haben? Gratulation, du gehörst zu der erlesenen Gruppe von Verbalerotikern. Du hast die richtigen Worte gefunden und sie richtig scharf gemacht - mit minimalem Kalorienverbrauch... Doch es ist ein langer Weg, bis man begreift, warum ein im Restaurant leise geflüstertes "Ich will jetzt spüren wie feucht du bist" gut und richtig ist, ein zu Hause gesagtes "Und zum Nachtisch gibt's dich, du geile Schnecke" dagegen falsch und absolut wirkungslos. Um die Feinheiten der Verbalerotik - die Königsdisziplin - hier vernünftig darlegen zu können, gibt es hier einen weiteren Artikel meiner Wenigkeit: "Lüstern flüstern - die richtigen Worte zur richtigen Zeit"!

Augen- und Ohrenwerkzeuge
Wer weiß wohl am besten, was deine Freundin erregt und was sie antörnt? Jepp, sie selbst! Warum machst du dir dieses Wissen nicht zunutze? Bring sie dazu, dass sie sich vor deinen Augen selbst befriedigt - es wird für dich eine Nachhilfestunde von unschätzbarem Wert sein! Jedenfalls wenn du ordentlich aufpast anstatt sie sabbernd anzugeifern. Anders als die meisten Männer setzen Frauen nämlich die ganze Hand ein, um den Bereich um die Klit zu streicheln und nicht nur einen Finger. Abschauen ist hier ausdrücklich gewünscht. Das gilt auch für's zuhören. Wenn sie nämlich nicht direkt sagt, worauf sie steht (leider der übliche Fall) dann hör genau auf ihren Atem, auf ihr Stöhnen - und pass dann deinen Rhythmus ihrem an...

Links- oder rechtsdrehend
Du willst sichergehen, dass deine Partnerin einen Orgasmus bekommt? Dann auf die Knie mit dir! Warum? Naja, was ist im Grunde das einzige, das sie nicht ohne dich haben kann? Sie kann sich selber streicheln, mit einem Dildo verwöhnen....was kann sie nicht, außer sie ist Yoga-Großmeisterin? Genau, was sie braucht ist Oralsex! Bei einer Befragung in den USA (was ich alles weiß :) gaben 84 Prozent der Frauen an, durch Oralsex zum Höhepunkt zu kommen. Ich behaupte, die anderen 16% hatten nie welchen oder nur mit einem Mann, der keine Ahnung hatte. Wer als Mann also nicht weiß, wie er seine Zunge einzusetzen hat, kann gleich wieder einpacken - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Damit dir das nicht passiert, solltest du auch hier eure unterschiedlichen Erregungsmuster beachten. Während du, als echter Mann, eigentlich immer und am liebsten sofort Oralsex magst, kannst du's dir bei einer Frau ganz schön versauen, in dem du einfach nur zu früh dran bist. Oralsex markiert nicht den Anfang sondern die Krönung des Liebesspiels. Und auf dem Weg zum Gipfel sollte sich niemand direkt auf die Klit stürzen - aber dafür dann nachher umso mehr...

Auf dem Rückzug
Nicht zuletzt unterscheidet sich der gute Liebhaber vom durchschittlichen Rammler durch die ausgeprägte Fähigkeit zur Selbstkontrolle - auch und gerade in jenen Momenten der Lust in denen sie uns am allerschwersten fällt. Okay, nehmen wir an du hast bisher alles richtig gemacht - geküsst, gestreichelt, geredet, zugehört und die sensibelsten Stellen mit der Zunge verwöhnt. Nun ist es endlich soweit - du dringst in sie ein. Doch nicht wie die meisten Männer das tun, mit einem einzigen Stoß. Du verstehst es auch in diesem Moment, ihre Erregung noch weiter zu steigern. Du dringst nur einen Zentimeter ein, dann noch einen, nur um dich danach wieder zurückzuziehen - gerade soweit, das du den Kontakt nicht verlierst. Auf diese Weise stimulierst du den ominösen, geheimnisumwitterten G-Punkt. Wenn sie sich dir dann entgegenwirft können wir nur noch hoffen, dass du richtig dicke Wände hast!

Rhythmusgefühl
Tja, nicht nur während des Vorspiels sondern auch während des Geschlechtsverkehrs selbst unterscheiden sich deine Erregungmuster mal wieder kolossal von ihren. Was uns beinahe um den Verstand bringt, kann für unsere Partnerinnen einfach nur langweilig sein. Männer können für gewöhnlich mit einer schnellen Folge tiefer Stöße dem Höhepunkt entgegeneilen wie Carl Lewis dem Olympiasieg. Manche Frauen können das auch - aber halt nur wenige. Vielmehr hat jede eine andere Stellung, die sie am verläßlichsten erregt und auf den Höhepunkt bringt. Laut Umfragen ist die Reiterstelluing der erklärte Favorit. Verlassen kannst du dich darauf aber nicht. Experimentier stattdessen lieber mit verschiedenen Positionen oder frag nach. Wenn du dann weißt, was sie am liebsten will, musst du nur noch eines in den Griff bekomen: deine eigene Erregung. Denn wenn du nich gerade ein derart guter Tao-Schüler bist, das du die Kunst des trockenen Orgasmus beherrscht solltest du deinen Orgasmus und die damit einhergehende Ejakulation (das heißt soviel wie abspritzen) solange wie möglich herrauszögern, da die meisten Männer nach dem Samenverlust eigendlich zu nix mehr zu gebrauchen sind. Müdigkeit macht sich breit und deine Partnerin wohl bald dünne....Am besten, du verzichtest so weit wie möglich auf lange, tiefe Stöße (auch wenn das deiner Partnerin wohl am meisten Spaß machen wird). Bei uns Männern ist die Eichel am erregbarsten, wie du sicher selber weißt. Je kürzer also der Stoß, desto kürzer auch die Strecke auf der sie erregt wird. Folgende Technik möchte ich empfehlen:
Du dringst so tief in sie ein, dass dein Penis ganz verschwindet. Dann bewegst du deinen Unterleib in kurzen Stößen vor und zurück. Auf diese Weise reizt das wenig empfindliche Ende deines Penisschafts die empfindlichste Stelle der Frau, ihre Klitoris. Während du also auf diese Weise schwer zum Orgasmus kommen solltest, eröffnest du ihr die größten Chancen dazu...



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